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Das Terrarium

Ein Terrarium ist ein Behälter, in dem ein bestimmtes Biotop nachgebildet wird. Die Außenwände bestehen aus Glas, Holz oder Kunststoff.

Es wird eingerichtet, weil darin Tiere oder Pflanzen leben sollenJe nachdem, um welche Tiere es sich handelt, wird der Lebensraum gestaltet.

Damit sich die Bewohner wohlfühlen, muss für die passende Umgebung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung gesorgt werden.

Ausstattung

Die Ausstattung hängt von den Bedürfnissen des oder der Bewohner ab.Temperatur

Tiere, die aus warmen Gebieten stammen, brauchen eine zusätzliche Wärmequelle. Ebenso alle Kaltblüter wie Amphibien, Reptilien und Wirbellose. Sie sind auf eine hohe Umgebungstemperatur angewiesen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Erst dann arbeiten alle Körperfunktionen optimal. Ist es zu kalt, erstarren sie.

Für sie sind einzelne Hotspots oder warme Kontaktflächen, an denen die Temperatur ständig hoch ist, ideal. Nach Möglichkeit sollten natürliche Temperaturschwankungen nachgebildet werden. Dazu gehören der Tag- und Nachtrhythmus sowie jahreszeitliche Schwankungen.

Der Handel bietet Heizmatten, Heizsteine oder Wärmestrahler an.

Feuchtigkeit

Nicht nur die richtige Luftfeuchtigkeit, auch die Feuchtigkeit des Bodens ist zu beachten. Die Pflanzen dürfen nicht zu feucht und nicht zu trocken stehen.

Viele Wüstentiere brauchen einen feuchten Unterschlupf.
Um die optimalen Werte zu erreichen, werden Luftbefeuchter eingesetzt. Teilweise genügt es, wenn der Innenraum oder spezielle Bereiche per Hand eingesprüht werden.

Belüftung

Vor allem in Glasterrarien muss für einen ausreichenden Luftaustausch und genügend Sauerstoff gesorgt werden.
Lüftungsschlitze oder kleine Ventilatoren für Computer schaffen Abhilfe.

Beleuchtung

Die Aktivität vieler Tiere hängt von der Tageslichtlänge ab. Die Pflanzen benötigen Licht für die Fotosynthese.
Ebenfalls wichtig ist die Lichtstärke. Viele Reptilien zeigen erst bei optimaler Beleuchtung ihre schönen Farben.
Je nach Bedarf werden Energiesparlampen, Glühlampen, Halogenlampen, Leuchtstofflampen, Quecksilberhochdrucklampen oder Strahler verwendet.

Einrichtung

Boden

Alf Bodenbedeckung kommen je nach Tierart Sand, Blähton, Torf, Blumenerde, Lauberde, Rinde, Hobelspäne, Humus, Korkstückchen, Maispellets, Moos oder Waldboden zum Einsatz.
Wird das Bodensubstrat kurz im Backofen erhitzt, werden die meisten Keime abgetötet.

Rückwand

An der Rückwand können zusätzliche Klettermöglichkeiten oder Ruheplätze befestigt werden.

Dekoration

Bei der Dekoration sind keine Grenzen gesetzt. Ganze Felslandschaften mit Höhlen und Aussichtsplattformen können gebaut werden, dichte Pflanzenbestände simulieren einen Dschungel. Auf Ästen und Zweigen könne die Bewohner in Baumkronen klettern, Sumpfgebiete, Savannen, kleine Teiche, alles ist möglich.https://www.youtube.com/embed/yJbVE5AvFPo?feature=oembed

Pflanzen

Je nach Lebensraum passen Kakteen, Farne, Moose, Bromelien, Gräser oder Agaven. Die Pflanzen sollten eher unscheinbar sein. Sie geben den tierischen Bewohnern den richtigen Rahmen.
Anders in reinen Pflanzenterrarien. Hier spielen die grünen Bewohner die Hauptrolle. Es ist möglich, mit passenden Behältnissen ewige Terrarien zu basteln. Sie werden verschlossen. Im Inneren laufen die natürlichen Kreisläufe selbstständig ab.

Pflege & Wartung

Die Tiere müssen mit Futter und Wasser versorgt werden. Die Pflanzen brauchen ebenfalls Wasser.
Als Standort eignet sich ein halbschattiger, heller PlatzDirekte Sonneneinstrahlung oder Zugluft gilt es zu vermeiden.

Die Glasscheiben müssen geputzt, abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden.

In regelmäßigen Abständen, einmal jährlich, wird das Terrarium komplett ausgeleert. Alle Bestandteile werden gereinigt und desinfiziert, der Bodenbelag wird erneuert.5. Worauf sollte man beim Kauf achten. Als erstes sollte der zukünftige Standort in der Wohnung festgelegt werden. Nach dem zur Verfügung stehenden Platz richtet sich die maximale Größe des Terrariums.

Es ist von Vorteil, wenn in der Nähe Steckdosen sind. Heizung und Beleuchtung brauchen Stromanschluss. Für feuchte Biotope haben sich Aluminium, Glas oder Plastik als Material bewährt. Holz sollte man für Wüstenterrarien verwenden. Es dämmt die Wärme gut, das spart Energie.

Die Lüftungsgitter sollten nicht an der Seite sein, die an der Wand steht.
Türen müssen sich gut, schnell und sicher schließen lassen.

Quellen:

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