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Kampffisch

Der Kampffisch ( Betta ) zählt zu den Labyrinthfischen. In seinem Naturstandort Afrika und Asien lebt er in stillen, krautreichen Gewässern und kleinen Tümpeln. Als Aquarienbewohner hat sich eine Zuchtform des Schleierkampffisches ( Betta splendens ) durchgesetzt. Seine schillernde Schönheit und das interessante Verhalten machen ihn zu einem besonderen Aquarienfisch. Er ist für Anfänger geeignet.

Was zeichnet den Kampffisch aus?

Er schmückt das Aquarium mit einer prächtigen Färbung und großen Flossen. Das Revierverhalten und die Brutpflege in Nestern aus Schaumblasen machen ihn zu einem interessanten Wasserbewohner.

Ein Kampffisch kann aufgrund des sogenannten Labyrinthorgans auch in einem nicht zu großem Becken leben. Aufgrund der großen Flossen bewegt sie sich eher langsam und ist mit Abstand zum Becken gut zu beobachten.

Das Aussehen vom Kampffisch

Bettas können eine Größe von 5 bis 7cm erreichen. Bei den gezüchteten Formen gibt farbenprächtige Varianten in Rot, Blau, Grün, Türkis und Schwarz. Außerdem gibt es zahlreiche Mischformen.

Das Männchen hat lange und schmale Brustflossen. Die anderen Flossen sind im Verhältnis zum Körper groß und fahnenförmig.

© Rethinktwice Pixabay.com

Haltungsbedingungen für den Kampffisch

  • Das artgerechte Becken fasst mindestens 54 L und eine Kantenlänge von rund 60 cm.
  • Kampffische sind Einzelgänger und können aggressiv gegenüber Artgenossen reagieren. Daher ist eine Haltung von mehreren Männchen in einem Becken ausgeschlossen. Allerdings können sie außerhalb der Brutzeit auch gegenüber Weibchen Revierverhalten zeigen.
  • Die Wasserwerte sollten ausgeglichen sein und eine Temperatur von 26 ° C haben
  • Keine künstliche Wasserströmung
  • Sie passen in ein typisches Gesellschaftsbecken
  • Wassertemperatur und Lufttemperatur müssen ähnlich sein

Wasserwerte für den Kampffisch

Die Wasserqualität ist beim Kampffisch weniger bedeutend als bei den meisten anderen Fischarten.

  • Temperatur: 24 bis 26° C
  • pH-Wert: 6 und 8
  • Gesamthärte: 5 und 15

In einem zu warmen Wasser altern die Fische schneller. Die Temperaturen dürfen 28 ° Celsius nicht übersteigen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen lassen sich ab 3 bis 4 cm Größe anhand der segelförmigen Bauchflosse voneinander unterscheiden.

Die Bauchflosse des Männchens zieht sich bis in die Spitze aus. Die Flosse der Weibchen hat die Form eines fast rechtwinkligen Dreiecks. Es berührt am Ende den Hartstrahl der Flosse und formt eine Spitze, ohne Segel.

Ab 3 Monaten bildet das Weibchen die Laichpapille aus. Die Papille hat die Form eines kleinen, weißen Körnchen und befindet sich vor dem Ansatz der Afterflosse.

Futter und Ernährung für den Kampffisch

Kampffische sind Fleischfresser und benötigen reichlich tierische Protein zum Muskelaufbau. In der Natur ernähren sich von kleineren Weichtieren und Wasserinsekten. Das Futter im Aquarium:

  • Lebendfutter: rote Mückenlarven, Daphnien, Fliegen, Essigfliegen, Larven
  • Tierisches Frost- und Trockenfutter
  • Flockenfutter mit sehr geringem Pflanzenanteil
  • Spezielles Kampffisch- Flockenfutter
  • Kleine Portionen grüne Bohnen

Das ideale Aquarium für den Kampffisch

Auch wenn Kampffische zu den weniger anspruchsvollen Aquarienbewohnern zählen, müssen die Bedingungen vom Aquarium stimmen. Seine Faszination kommt erst zur Geltung, wenn er sich wohlfühlt. Da Bettas Luft von der Wasseroberfläche atmen, darf die Luft über dem Aquarium nicht kühler als die Wassertemperatur sein. Ansonsten können die Fische krank werden.

Der Bodengrund besteht aus feinem, nicht zu hellem Kies. Die Bepflanzung ist üppig und bietet genügend Versteckmöglichkeiten. Allerdings sollte auf Schwimmpflanzen verzichtet werden, da der Fisch die freie Oberfläche zum Atmen braucht.

Die ideale Technik besteht aus einem guten Filter, einen Heizstab und eine nicht zu helle Beleuchtung. Da manche Bettas gerne springen, ist eine Abdeckung zu empfehlen.

Gut gepflegt kann ein Kampffisch ein Alter von 4 Jahren erreichen.

Besonderheiten vom Kampffisch

Kampffische besitzen ein Labyrinthorgan an der Kiemenhöhle. Dabei handelt es sich um eine speziell geformte Knochenplatte, die an der Oberfläche mit einer gut durchbluteten Schleimhaut überzogen ist. Mit ihr kann er Sauerstoff aus der Atmosphäre atmen.

Lesetipps:

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