Die Blasenschnecke als Algenkiller

Physa sp.

 



 

17.02.04  

 

 

Die Blasenschnecke

 

Die Blasenschnecke ist klein, 6-7mm lang, sehr schnell und der beste Algenvertilger überhaupt.

Sie lebt auch in unseren einheimischen Gewässern, als Physa fontinalis (Quellblasenschnecke) bekannt. Diese Art ist aber nicht die Blasenschnecke, mit der ich mich hier beschäftigen will. Physa fontinalis unterscheidet man leicht an den Fühlern von der hier vorgestellten Art. Ph. fontinalis hat eher dreieckige Fühler, wie auch z.B.. die einheimische Schlammschnecken. Die hier vorgestellte Art besitzt fadenförmige dünne Fühler. Diese Art als Physa marmorata bezeichnet, es könnte sich aber auch um Physa acuta handeln. Alle anderen Schnecken mit rechtsdrehendem Gehäuse sind keine Blasenschnecken, sondern wahrscheinlich mit den Schlammschnecken verwandt, wie z..B. Galba truncata.

Das Gehäuse ist wie bei allen Blasenschnecken links herum gedreht.
Das ist eine Besonderheit, sind doch sonst fast alle Schneckengehäuse rechtsdrehend.
Ob ein Gehäuse rechts- oder linksdrehend ist, erkennt man, indem man es mit der Spitze nach oben und der Gehäuseöffnung nach vorne hält. Ist die Öffnung nun rechts vom Gehäuse, handelt es sich um ein rechtsdrehendes Gehäuse. Ist sie links, handelt es sich entsprechend um ein linksdrehendes Gehäuse.



 

Warum jetzt so viel Aufheben um eine kleine Schnecke?

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, ein kleines Aufzuchtbecken (Plastikgefäss von 1,5 l) mittels Schnecken sauber und algenfrei zu halten, stiess ich zufällig auf die kleine Blasenschnecke.
Posthornschnecke und Turmdeckelschnecke hatten bereits jämmerlich versagt.

Nach langem Suchen in allen meinem Becken bekam ich ganze zehn Schnecken zwischen drei und sieben Millimetern Länge zusammen.

Ich setzte sie in das millimeterdick mit grünen Algen bedeckte Becken.
Sie begannen sofort die Algen zu fressen und mehr oder weniger gleichzeitig die Reste als Häufchen auszustossen.

Zunächst putzten sie die senkrechten Seitenteile blank. dannach begannen sie mit den Boden.

 

Rechts ist ein Foto von dem Gefäss nach nur drei Tagen. Die Seiten sind sauber und am Boden ist nur noch ein grösserer Flecken übrig. Mit diesen Algen war das gesamte Becken vollständig überzogen.
Nur einen Tag später machte ich das Foto links. Allerdings erst, nachdem ich die Häufchen abgesaugt hatte. Da ich in diesen winzigen Becken keinen Filter betreibe, muss ich das natürlich von Hand machen.

 

   
   
   
   

Fazit

Diese Schnecke ist bei weitem ein besserer Algenfresser als die in Fachhandel angebotenen Rennschnecken. Sie putzt die Scheiben wortwörtlich blank. Diese Leistung kann eine andere Schnecke nicht erbringen. Sie frisst Grün- und Kieselalgenbeläge.

Leider ist sie aber sehr zart und klein. Jede Konkurenz (Posthornschnecken) und jeder grössere Fisch halten sie nachhaltig von ihrer Arbeit ab. Ist kein Futter mehr vorhanden, verringert sich ihr Bestand auf wenige einzelne Individuen. Um grössere Becken mit ihrer Hilfe von grünen Belägen zu befreien, benötig man auch grössere Mengen von der Schnecke.

 

 

 

 

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